Virtuell eingefärbte Wand in stylishem Wohnzimmer
© Woodendot/unsplash

Farbideen als Vorschau sehen


Von der Idee direkt zur Ansicht: Apps für Farbgestaltung zeigen den neuen Farbwunsch vorab an der virtuellen Wand. Einfach den Raum fotografieren und ausprobieren!

Wer wissen möchte, ob die Idee mit der neuen Wandfarbe nachher auch wirklich so gut war wie gedacht, der ist mit einer Visualisierungs-App gut bedient: Hier bekommt man eine Vorschau der eigenen Gestaltungsidee, und zwar noch bevor irgendjemand den Pinsel in die Hand nimmt. Eine praktische Entscheidungshilfe – besonders, wenn es für den Wunschton ein bisschen Mut braucht oder vor der Umsetzung noch andere Personen überzeugt werden wollen.

Vorschau macht Mut zur Farbe

Aber auch ohne verwegene Ideen macht so eine Gestaltungs-App Spaß und Sinn – wenn es zum Beispiel darum geht, ob der Wunschfarbton doch noch etwas heller oder dunkler sein dürfte, dann lässt sich das mit wenigen Klicks ruckzuck ausprobieren.

Die meisten dieser Programme funktionieren kinderleicht, doch je mehr Features, desto komplexer kann auch die Bedienung sein. Grundsätzlich bieten sie aber tolle Möglichkeiten bei komfortabler Handhabung.

Bedien-Oberfläche RAL iColours mit Farbtönen
© RAL; Wesley Tingey/unsplash

In der Regel gibt es diese drei Steps: 1. den Raum fotografieren, 2. einen Farbton auswählen und 3. die gewünschten Flächen entsprechend einfärben. Das geht wirklich easy und vermittelt einen ziemlich realistischen Eindruck, wie die neue Wunschfarbe später wirken wird. Und falls das frische Pink in Kombination mit dem dunklen Grün dann doch nicht so cool aussieht wie gedacht, tippt man eben auf einen der anderen unzähligen Farbtöne und kommt dabei möglicherweise auf ganz neue Ideen.

Bedien-Oberfläche RAL iColours, Anwendung mit zwei ausgewählten Farbtönen
© RAL; Wesley Tingey/unsplash

Beste Kombination gefragt

Das geht natürlich genauso gut von außen: Die Fassade fotografieren und dann nach Belieben einfärben­ – auch das funktioniert bei den meisten Apps. Dabei kann es farblich ein paar Einschränkungen geben, denn nicht jeder Farbton ist auf jedem Untergrund machbar. Wenn möglich also in der App erst das Material der Fassade auswählen.

Und Achtung: Anders als das Petrol im Schlafzimmer hat die Farbe an der Fassade auch eine Umgebungsverantwortung. Also vielleicht besser die Nachbarhäuser rechts und links noch mitfotografieren, um sicherzustellen, dass der neue Lieblingston mit den Farben rundherum harmoniert.


In drei Schritten erhält alles eine neue Farbe.


Möglichkeiten ohne Ende

Die Auswahl an Visualisierungs-Apps ist groß, sodass jede*r das passende Angebot finden wird. Im obigen Demo-Clip präsentiert sich beispielhaft RAL iCOLOURS, die App der gemeinnützigen RAL GmbH. RAL wurde 1925 als unabhängige Organisation für die Gütesicherung gegründet und begann 1927 die Standardisierung von Farbtönen mit der ersten RAL-Farbkarte. Ihre App RAL iCOLOURS enthält alle 2.328 RAL-Farben und die korrespondierenden Farbwerte – damit sind theoretisch mehr als eine Million Farbkombinationen möglich!


Mann steht vor weißer Wand mit gelben Post-Its

Gelb im Kopf? Mit einer Augmented-Reality-App findest du deine Wandfarbe wie ein Profi.


On top: Beratungskompetenz

Auch Profis arbeiten mit Visualisierungshilfen, um ihren Kunden vorab zu zeigen, wie es zukünftig aussehen könnte. Sie toppen die Vorschau aber noch mit ihrer Beratungskompetenz, und das kann – gerade bei größeren Projekten – ein echter Mehrwert sein. Klar, dass es diese Leistung vom Malerbetrieb nur dann gratis gibt, wenn man die Profis anschließend mit der Umsetzung beauftragt.

Übrigens funktioniert eine solche Farbberatung auch kontaktfrei: Bei den meisten Apps lassen sich die Visualisierungen speichern und per Mail verschicken, sodass man sich online austauschen kann.

Farbideen per Mail verschicken geht natürlich auch aus purem Vergnügen – und zack kann die beste Freundin die schönsten Farbkombis in unserem virtuellen Wohnzimmer auf ihrem Handy bewundern. Und für alle, die lieber offline agieren, gibt es ja noch das klassische Beratungsmaterial: Farbkarten und Farbfächer werden in der Regel von den Farbherstellern bereitgestellt, es gibt sie gratis im Fachmarkt oder, deutlich umfangreicher und differenzierter, beim Profi.