Häuserreihe in bunten Farben
© Brennan Ehrhardt/unsplash

Neuer Look für die Fassade


Lust auf frische Farbe an der Fassade? Na klar! Allerdings zählt beim Außenanstrich nicht nur der eigene Geschmack – auch zur Umgebung muss er passen. Und außerdem sollte die Farbe Wind und Wetter aushalten ...

Hin und wieder tut der Fassade ein frischer Anstrich gut. Aber in welchem Farbton? Eher dezent oder gerne was Kräftiges? Freundlich und warm oder doch lieber frisch und kühl? Und überhaupt: Welches Produkt ist denn das richtige für die eigenen Ansprüche?


 
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Ist meine Lieblingsfarbe auch für die Hausfassade eine gute Wahl?

Den idealen Farbton finden

Grundsätzlich gilt: Je kleiner ein Gebäude, desto eher kann es eine kräftige Farbe vertragen. Während das kleine Holzhaus in einem dunklen Rot gemütlich und fröhlich wirkt, wäre der gleiche Farbton für die Fassade eines Hochhauses vermutlich nicht ideal. Also erst mal überlegen: Ist meine Lieblingsfarbe auch für die Fassade eine gute Wahl? Was passt zur Größe und Architektur? Welche Rolle spielt der Garten? Gibt es eine Garage oder einen Zaun, der in die Neugestaltung zu integrieren ist? Oder gibt es Gebäude, die direkt angrenzen? Und generell ist zu bedenken, wie die anderen Häuser in der Straße aussehen und inwieweit deren Farbe die eigene Fassadenwirkung beeinflusst.




Hilfreich: einfach ein bisschen durch die Straßen laufen und die Fassaden anschauen. So bekommt man einen Eindruck davon, welche Rolle Farbe von außen spielen kann – ganz Ton in Ton oder mit kräftigen Akzenten, als Betonung einzelner Elemente oder in Kombination mit den Materialien der Umgebung. Praktisch – für die Ideenfindung ebenso wie für die Feinabstimmung – ist außerdem ein Visualisierungsprogramm, mit dem sich die eigene fotografierte Fassade virtuell einfärben lässt. Wer dann immer noch nicht weiß, welche Farbe passt, kann sich vom Malermeister beraten lassen. Die Profis erledigen natürlich auch die Umsetzung, für alle, die nicht selbst Hand anlegen möchten.



Farbideen virtuell ausprobieren? Erfahre mehr darüber – im Artikel über Visualisierungsprogramme:





 
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Inspiration frei Haus: die Fassaden-Schau in deiner Stadt

Stichwort Leistung: Was steht zur Auswahl?

Es gibt viele unterschiedliche Fassadenprodukte – von den reinen Mineralfarben, deren Inhaltsstoffe aus der Natur kommen, über Dispersionsfarben für den Außenbereich bis hin zu Silikonharzfarben mit besonderen Features. Hier lohnt es sich also, etwas Zeit zu investieren und sich genauer über die verschiedenen Produkte und ihre Merkmale zu informieren. Die Vielfalt steht nämlich auch für unterschiedliche Produktleistungen. Schließlich muss die Fassade einiges aushalten: Hitze, Frost und Dauerregen genauso wie Abgase und andere Schadstoffe aus der Luft. Eine wichtige Rolle spielt auch das Material der Fassade, denn nicht jede Farbe eignet sich für jede Oberfläche.

Aus Forschung und Entwicklung

Um Außenwände wirksam vor Umwelteinflüssen zu schützen, haben Produktentwickler schon einiges erdacht beziehungsweise nachgemacht. Denn viele gute Ideen sind der Natur abgeschaut, wie beispielsweise der Lotuseffekt: Dank einer besonderen Oberflächenstruktur perlt das Wasser in Tropfen ab und nimmt dabei auch etwaige Schmutzpartikel mit. Dadurch ergibt sich ein selbstreinigender Effekt – der sorgt dann an der Fassade dafür, dass sie immer schön sauber bleibt und auch so aussieht. Interessant ist das zum Beispiel für Häuser, die an stark befahrenen Straßen stehen und daher viele Abgase abkriegen.

Lotuseffekt auf grünem Blatt mit Wassertropfen
© Clement Falize/unsplash

Nanu, was wächst denn da?

Manchmal entstehen auch grüne Flecken oder Flächen an der Fassade. Sie sind ein Zeichen dafür, dass hier Pilze und Algen wachsen. Das kann passieren, wenn sich Feuchtigkeit – zum Beispiel Regen oder Tau – auf den Außenwänden sammelt und zu langsam abtrocknet. Meist sieht man das an den „Wetterseiten“, also an der Nord- oder Westfassade oder auch im Sockelbereich. Im Grunde ist das nicht schlimm, eigentlich sind Pilze und Algen an der Hauswand nur ein optisches Problem, aber: Gerade um die Optik geht es ja bei der Fassade! Schließlich gilt sie als Visitenkarte des Hauses.

Deshalb gibt es zahlreiche Fassadenprodukte, die mit Filmschutzmitteln beziehungsweise Bioziden erfolgreich vor Pilzen und Algen schützen. Aber unter umweltrelevanten Aspekten sollten diese Wirkstoffe am besten nur dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich nötig sind. In manchen Fällen helfen außerdem Produkte ohne Biozide: Mineralfarben und hydrophobe oder hydrophile Beschichtungen bieten einen gewissen Schutz vor anhaltender Feuchtigkeit – und damit eben auch vor unerwünschtem Bewuchs. Und im Zweifel gilt natürlich: vom Profi beraten lassen! Die Fachleute wissen aus Erfahrung, welche Produktleistung an der eigenen Fassade erforderlich und möglich ist.



Mehr erfahren über Fassadenschutz mit Filmschutzmitteln? Ein Überblick: